Pressemitteilung vom 12.05.2020

Thüringer Wohnungswirtschaft begrüßt aktuelle Diskussion zur Beschleunigung bauaufsichtlicher Verfahren

Änderung der Thüringer Bauordnung wurde lange gefordert +++ Holz als zukunftsfähiger Baustoff +++ Zusammenführung von Genehmigungsverfahren erleichtern Bau neuer Wohnungen +++

Erfurt. Zur  12. Plenarsitzung am Mittwoch, dem 13. Mai 2020 um 14.00 Uhr, wird die erste Beratung zum Gesetzentwurf der Fraktionen DIE LINKE, der SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 7/723) stattfinden. Dieser Entwurf beinhaltet u.a. die Änderung der Thüringer Bauordnung, um die Möglichkeiten zur Verwendung von Holz zu erweitern sowie die Änderung weiterer Rechtsvorschriften, mit dem Ziel, Genehmigungsverfahren zusammenzuführen.

Die größten Preiserhöhungen für die Mieter entstehen durch steigende Energie- und Baupreise. Auch langsames, unkoordiniertes Verwaltungshandeln und immer stärkere Regulierungen erschweren der Thüringer Wohnungswirtschaft den Bau von bezahlbarem Wohnraum.

Frank Emrich, Direktor des Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sagt: „Die Zahl der Bauvorschriften stieg innerhalb der letzten 20 Jahre von 5.000 auf über 20.000. Die Thüringer Bauordnung anzupassen, hatten wir bereits vor der letzten Landtagswahl gefordert. Wir freuen uns, dass jetzt Bewegung in die Thematik kommt.“

Die Wohnungswirtschaft könnte mit einer „Ein-Stempel-Lösung“, also einer spürbaren Erweiterung der Konzentrationswirkung der Baugenehmigung sowie Typenbaugenehmigung wesentlich schneller und unkomplizierter Wohnraum schaffen.

Neben Bezahlbarkeit spielt aber auch Zukunftsfähigkeit eine immer größere Rolle auf dem Wohnungsmarkt. Umwelt- und Klimaschutz erfordern nachhaltige Baumaterialien.

Der aktuelle Gesetzentwurf berücksichtigt beide Aspekte:

Von der Bauministerkonferenz initiierte Forschungsvorhaben haben ergeben, dass die aus Sicherheitsgründen erforderliche Dauer der Feuerwiderstandsfähigkeit bestimmter Bauteile auch mit Baustoffen aus Holz erreicht werden kann. Holz soll deshalb als zukunftsfähiger Baustoff in die Thüringer Bauordnung integriert werden.

In vielen Fällen sind neben der Baugenehmigung auch fachrechtliche Genehmigungen erforderlich. Da die doppelte Genehmigungsbedürftigkeit zu einer Verzögerung des Baubeginns führen kann, sollen Verfahren zusammengeführt werden.

Mit der Berücksichtigung der Forderungen und Vorschlägen aus der Wohnungswirtschaft werden Maßnahmen auf den Weg gebracht, die das Bauen nachhaltiger, schneller und einfacher machen.

Verbandsdirektor Frank Emrich ermutigt dazu, „diesen Weg in allen Bereichen der Spielregeln für das Bauen konsequent weiterzugehen, um die Bezahlbarkeit des Wohnens auch zukünftig zu unterstützen.“

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Rebecca Brady

Rebecca Brady

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