vtw-Newsletter 45 / 2018
- 07.11.2018 -


Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie haben Post!

wie immer mittwochs... 
übersenden wir unseren aktuellen Newsletter direkt in Ihr Postfach, der Sie mit wichtigen Informationen rund um die Wohnungswirtschaft versorgt.
Im Mitgliederbereich des Internetauftritts des vtw finden Sie weitere Bekanntmachungen und Termine.
Für Anfragen und Hinweise stehen wir Ihnen gern - auch telefonisch - zur Verfügung.

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Entwicklung ländlicher Raum – 6 Thesen

Die Bevölkerung des ländlichen Raumes schrumpft – aber über 3/4 der Deutschen wollen auf dem Land oder in kleineren Städten leben. Ein Gegensatz – und ein Potenzial für den ländlichen Raum.

Ein Potenzial, das seinerseits auf Potenziale trifft. Denn trotz negativer demografischer Entwicklung besitzt der ländliche Raum, dank zahlloser Initiativen und umfänglicher Förderung sowie durch seine Eigenart, viele Qualitäten und Vorzüge, auf denen aufgebaut werden kann.

Dennoch: Bevölkerungsschwund, ökonomische und kulturelle Abwärtsspirale verstärken sich ohne Eingriff selbst. Sie verstärken gleichzeitig das ungebremste Wachstum der Metropolen. Eine negative Eigendynamik – die Probleme des ländlichen Raumes sind die Probleme der Metropolen.

Die Bedürfnisse und Probleme des ländlichen Raumes werden oft unzureichend erfasst. Die Lebenswirklichkeit der Betroffenen und ihre Entfremdung von Politik und Medien wird als ‚abgehängt fühlen‘ oder mangelnde Flexibilität interpretiert, im schlimmsten Fall abgewertet. Ein Nährboden für Populismus - und eine Gefahr für die Demokratie.

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In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die heutigen Pressemeldungen in der "Thüringer Allgemeine" und der TLZ.

 

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Thüringer Bautag 2018

 BAUEN – WOHNEN – LEBEN

Die Architektenkammer Thüringen, die Ingenieurkammer Thüringen, der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e. V., der Verband baugewerblicher Unternehmer Thüringen e.V. und das Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e. V., als Mitglieder des Netzwerkes Gutes Bauen in Thüringen, laden Sie herzlich zum Thüringer Bautag 2018 ein.

Freitag, 30. November 2018, 10:00 – 14:00 Uhr
Messe Erfurt, Gothaer Straße 34, Congress-Center, Carl-Zeiss-Saal rechts

An der stattfindenden Podiumsdiskussion wird auch der Verbandsdirektor des vtw, Frank Emrich, teilnehmen.

Thüringen ist geprägt von wenigen Oberzentren, zahlreichen Mittelzentren und vornehmlich auch von ländlichen Regionen. Dem rasant wachsenden Wohnungsbedarf in wenigen Städten steht ein Leerstand in weiten Bereichen ländlicher Prägung gegenüber. Es entstehen Herausforderungen nicht nur für den Wohnungsbau, sondern auch für den Umgang mit Bestand, Lebens- und Arbeitsstrukturen und der Bewahrung und Förderung der Baukultur.

Architekten, Ingenieure und die Bauwirtschaft diskutieren Strategien zum Umgang mit der existierenden und zukünftigen gebauten Umwelt im Freistaat Thüringen, der in vielen Gebieten als beispielhaft für diverse Landesteile Europas angesehen werden kann.

Das Programm und die Anmeldedetails findern Sie unter:

https://architekten-thueringen.de/bautag/

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BGH zum Trompetenspielen in einem Reihenhaus

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 26. Oktober 2018 (Az. V ZR 143/17) entschieden, dass Bewohner eines Reihenhauses keinen Anspruch darauf haben, dass ein als Lärmbelästigung empfundenes Trompetenspiel aus dem benachbarten Reihenhaus untersagt wird. Zwar sind beim Musizieren die üblichen Ruhezeiten zur Mittags- und Nachtzeit zu berücksichtigen, eine generelle Untersagung der Musik ist jedoch nicht möglich.

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Mietrechtsänderungen: Endlich Ursachen statt nur Symptome des Wohnungsmangels bekämpfen – GdW bei Anhörung im Bundestag

Berlin – "Das vorgeschlagene Mietrechtsanpassungsgesetz ist ein weiterer Versuch, den vielerorts vorhandenen Wohnraummangel gerechter zu verwalten. Die Politik versucht damit weiterhin vergeblich, den Symptomen der heiß gelaufenen Wohnungsmärkte entgegenzutreten. Gemessen an den Erwartungen vor allem der Wohnungssuchenden Wechselwilligen, kann und wird das so wieder nicht funktionieren. Vor allem in den Kommunen muss die Neubaubremse gelöst und für mehr bezahlbaren Wohnungsbau gestritten werden", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, zur heutigen öffentlichen Anhörung zum Mietrechtsanpassungsgesetz im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages. Statt einer abermals vorgelegten Änderung des Mietrechts seien ein wirksames Planungs- und Beschleunigungsgesetz, Maßnahmen zur Baukostensenkung und vor allem der Baulandmobilisierung die einzig zielführenden Schritte hin zu mehr bezahlbarem Wohnraum.

Pressemeldung des GdW vom  07.11.2018

 

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Wert(e)voller als du denkst – Neu gestaltete Homepage der Azubi-Kampagne wirbt für den Ausbildungsberuf der Immobilienkaufleute

Unter dem Motto „Wert(e)voller als du denkst“ macht die Azubi-Kampagne der Wohnungswirtschaft seit Jahren auf den Ausbildungsberuf der Immobilienkaufleute aufmerksam. "Mit der Azubi-Kampagne haben wir es geschafft, den Bekanntheitsgrad des vielseitigen Ausbildungsberufes der Immobilienkaufleute deutlich zu steigern und ihm ein neues Gesicht in der Öffentlichkeit zu geben", erläuterte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW. Die Kampagne wurde vom GdW und seinen Mitgliedsverbänden beauftragt. Wie gut die Kampagne den Nerv trifft, belegt ihr Erfolg: Online zählt sie mittlerweile 1,4 Millionen Besucher.

https://web.gdw.de/pressecenter/pressemeldungen/wert-e-voller-als-du-denkst-neu-gestaltete-homepage-der-azubi-kampagne-wirbt-fuer-den-ausbildungsberuf-der-immobilienkaufleute

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GdW, vzbv, DMB: Herber Rückschlag für die Energiewende: Mieterstromprojekte stehen vor dem Aus

Die zukunftsweisenden Mieterstromprojekte, die eine lokale erneuerbare Stromerzeugung und eine aktive Einbeziehung der Mieter in die Energiewende ermöglichen, stehen nach einem neuen Gesetzentwurf schon wieder vor dem Aus, warnen der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Deutsche Mieterbund (DMB). Mit dem Energiesammelgesetz soll bereits ab 1. Januar 2019 die Einspeisevergütung für Solaranlagen mit einer Größe von über 40 Kilowatt deutlich abgesenkt werden. Diese Absenkung würde 1:1 auch für die vielen innovativen Mieterstromanlagen gelten, denn der Mieterstromzuschlag ist an die Einspeisevergütung gekoppelt. Eine Mieterstromanlage mit 100 Kilowatt Leistung würde dann nur noch 0,75 Cent pro Kilowattstunde erhalten statt 1,97 Cent pro Kilowattstunde nach geltender Rechtslage.

"Wenn hier nicht nachgebessert wird, dann werden hochinnovative Projekte zur Förderung der Energiewende auf Bürgerebene im Keim erstickt", warnt GdW-Präsident Axel Gedaschko.

https://web.gdw.de/pressecenter/pressemeldungen/herber-rueckschlag-fuer-die-energiewende-mieterstromprojekte-stehen-vor-dem-aus

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GdW Europabrief 10/2018

Der GdW - Büro Brüssel hat uns die aktuelle Ausgabe des Europabriefes übermittelt, die wir Ihnen gern zur Kenntnis geben möchten.

Themen:

EU-Kommission: Verhaltenskodex Beihilfeverfahren
Praktische Hilfe für Beihilfeverfahren

Trinkwasserrichtlinie (DWD): Plenarabstimmung im Europäischen Parlament
Europäisches Parlament berücksichtigt die Anliegen der Wohnungswirtschaft

Beschluss der Kommission zu Weichmacher in Kunstoffen
Weichmacher (DEHP) in Kunstoffen wird europaweit verboten

REACH-Ausschuss beschließt Beschränkung für 33 neue Stoffe
Für die Wohnungswirtschaft relevante Materialien derzeit ausgenommen

Internationale Deklaration von Großstädten zu Recht auf Wohnraum
Großstädte fordern die Förderung von Wohnraum

Jahrbuch der Regionen 2018
Eurostat veröffentlicht Daten und Statistiken zu europäischen Städten und Regionen

https://web.gdw.de/der-gdw/europabuero/gdw-europabrief/gdw-europabrief-10-2018

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Statistik

In Deutschland waren im Jahr 2017 rund 15,5 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht und damit 19,0 % der Bevölkerung. Im Jahr 2016 waren es mit 16,0 Millionen Menschen noch 19,7 % der Bevölkerung gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Erhebung LEBEN IN EUROPA (EU-SILC) weiter mitteilt, betrug der Anteil in der Europäischen Union (EU) im Jahr 2017 durchschnittlich 22,5 %. 

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2018/10/PD18_421_634.html

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Die Zahl der geborenen Kinder war im Jahr 2017 mit rund 785.000 Babys um etwa 7.000 niedriger als im Jahr 2016. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, betrug im Jahr 2017 die zusammengefasste Geburtenziffer 1,57 Kinder je Frau. Im Jahr zuvor hatte sie den Wert von 1,59 erreicht. 

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2018/10/PD18_420_122.html

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SEMINAR: „Forderungsmanagement und Mahntelefonate – erfolgreiche Strategien, um Mietrückstände zu vermeiden bzw. abzubauen“

am 26.11.2019 von 09:00 – 16:00 Uhr bei Ihrer MFA

In den vergangenen Jahren ist sowohl eine immer schlechter werdende Zahlungsmoral zu verzeichnen als auch ein stetiger Anstieg von Haushalten zu beobachten, die auf Transferzahlungen angewiesen sind und häufig in eine „Schuldenfalle“ geraten.

Einige Mieter reagieren auf solche Situationen hilf- und orientierungslos, andere lediglich gleichgültig. In zahlreichen Fällen folgen bald erhebliche Mietausfälle und hohe Kosten, die meist  aus der Zwangsräumung mit anschließender Wohnungsrenovierung resultierten.

Ziel dieses Workshops ist es deshalb aufzuzeigen, wie Wohnungsbauunternehmen mit Hilfe eines effizienten Forderungsmanagements die vorübergehend in finanzielle Probleme geratenen Mieter als dauerhafte Kunden zu halten und die Folgekosten von Zwangsräumungen zu vermeiden. Den Teilnehmern wird hierzu ein praxisnaher und umfassender Überblick über die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten gegeben.

Inhalte:

• Wünsche und Erwartungen der Teilnehmer

• Veränderte Rahmenbedingungen für die Mieter

• Ziele des Forderungsmanagements

• Chronologischer Ablaufplan und Eskalationsstufen

• Maßnahmen

• Phase der Vertragsanbahnung

• Vollzug des Mietverhältnisses

• Abbau von Zahlungsrückständen ehemaliger Mieter

• Kontrolle und Effizienz des Forderungsmanagements

Zielgruppe:                            
Führungskräfte bzw. betroffene Mitarbeiter

Referent:    
Prof. Dr. Matthias Neu, Diplom-Kaufmann, Hochschule Darmstadt

Teilnehmergebühr:     
Für MFA-Mitglieder:            210,00 Euro / Person
Für Nichtmitglieder:            240,00 Euro / Person

Zur Online-Anmeldung gelangen Sie hier!

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Mit freundlichen Grüßen

gez. Frank Emrich
Verbandsdirektor

Telefon:  (0361) 3 40 10 - 2 19
Fax:       (0361) 3 40 10 - 2 33
mailto: andrea.daugs@vtw.de
Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V.
(gesetzlicher Prüfungsverband)
Verbandssitz: Regierungsstraße 58, 99084 Erfurt
Vorstand:  Frank Emrich, Jürgen Elfrich (WP)
Vorsitzende des Verbandsrates: Silke Wuttke
Registergericht: Erfurt VR 160078

                   

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Bildnachweise:
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