Zensus 2021 – Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ)

Am 03.12.2019 ist mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt das Zensusgesetz 2021 (ZensG 2021) in Kraft getreten. Am 16.05.2021 erfolgt die nächste Zensuserhebung. Im Rahmen des Zensus 2021 werden neben Angaben zur Bevölkerung auch der Gebäude- und Wohnungsbestand in einer flächendeckenden Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) erhoben. Damit nimmt Deutschland nach 2011 zum zweiten Mal an der EU-weiten Zensusrunde teil, die für alle Mitgliedstaaten verpflichtend festgeschrieben ist.

Der GdW hat im Gesetzgebungsverfahren darauf hingewirkt, die Belastung der Unternehmen durch die Erhebung so gering wie möglich zu halten. Dennoch wurden die Erhebungsmerkmale im Vergleich zur letzten GWZ um die Merkmale Heizungsart, Leerstand, Leerstandsgrund und Miethöhe erweitert (siehe hierzu das Rundschreiben des GdW). Die Teilnahme an der Erhebung ist verpflichtend.

Der vtw steht im regelmäßigen Kontakt mit dem Thüringer Landesamt für Statistik (TLS). Dieses hat im Oktober Wohnungsunternehmen, aber auch andere Unternehmen und Privatpersonen, die mehr als 50 Wohnungen besitzen oder verwalten, über Verzögerungen bei der Anforderung des Bestandes an Wohnungen und Gebäuden (Bestandslisten), hervorgerufen durch den Verweis des ZensG 2021 in den Vermittlungsausschuss, informiert.

Nunmehr hat das TLS in der 49. Kalenderwoche nochmals die Unternehmen kontaktiert und auf die nach § 6 Abs. 1 Nummer 1 Satz 3 BStatG, § 24 Abs. 1 ZensG 2021 in Verbindung mit § 15 BStatG mit Auskunftspflicht belegte Anforderung der Bestandsliste in der zweiten Januarhälfte 2020 hingewiesen. Damit die bevorstehenden Arbeiten von den Unternehmen besser geplant und vorbereitet werden können, hat das TLS auf die zu verwendende Datensatzbeschreibung in aktualisierter Fassung und die zum Download bereitstehenden Erläuterungen als Hilfestellung verwiesen.

Als Ansprechpartner im TLS stehen Herr Dr. Matthias Daube, Frau Christine Isenberg sowie Frau Anna-Katharina Anger Mo. – Fr. von 8 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 0361 57331-9488 zur Verfügung.

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Neue Rahmenvereinbarung „Strombezug“ zwischen vtw und envia Mitteldeutsche Energie AG

Zum 01.01.2020 tritt die neue Rahmenvereinbarung zum Bezug von Allgemeinstrom (z. B. Hauslicht) mit der envia Mitteldeutsche Energie AG in Kraft. Sie hat eine Laufzeit von 2020 bis 2022 und wurde entsprechend der Hinweise von vtw-Mitgliedsunternehmen entschlackt, an die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst und inhaltlich erweitert. So können bspw. zukünftig An- und Abmeldungen von leerstehenden Wohnungen unbürokratisch über ein Onlineportal erfolgen.

Zum Juli 2020 hat enviaM eine neue Festpreisregelung erstellt, aufgrund deutlich gestiegener Strommarktpreise (teilweise über 10 €/MWh). Bei weiter steigenden Preisen ist nicht abschätzbar, wie lange die nebenstehenden Konditionen angeboten werden können. Bindefrist ist der 24.07.2020. Die neuen Preise gelten ausschließlich für zukünftige Vertragsabschlüsse ab 1.1.2022. Durch Wohnungsunternehmen bereits beauftrage Lieferzeiträume bleiben unberührt.

Als Ansprechpartner bei enviaM steht Marco Seifert in Chemnitz unter 0371/ 482-2344 und Marco.Seifert@enviaM.de  den vtw-Mitgliedsunternehmen zur Verfügung.

Erstellungsdatum: 18.12.2019
Änderungsdatum: 13.03.2020
2. Änderungsdatum 21.07.2020

Mieterinformation zum Wohngeldstärkungsgesetz ( WoGStärkG)

Zum 01.01.2020 tritt eine Wohngeldreform in Kraft. Es finden Leistungserhöhungen von durchschnittlich 30 % statt.
Da viele Ihrer Mieterhaushalte nicht wissen, dass sie einen Anspruch auf Wohngeld haben, hat der GdW für Ihre Mieter eine „Mieterinformation“ verfasst.
Diese können Sie an Ihre jeweiligen Mieter weitergeben. 

Bei Fragen wenden Sie sich an Frau Dithmar.

Klimawandel, 2. Sanierungszyklus – Mietsteigerungen drohen

+++ Grenznutzen bei Investitionen in CO2-Reduktion erreicht, Mieter wollen nicht für Klima zahlen +++ Anstehender 2. Sanierungszyklus kostet 1,5 Mio. Euro pro Haus +++ Mietsteigerungen bis zu 5% pro Jahr +++

Erfurt. Lange konnte Thüringens Wohnungswirtschaft die Mieten bezahlbar halten. Das kann sich nun ändern. Politische Ziele wie weitere energetische Sanierung und CO2Reduktion von Gebäuden treffen auf den zweiten Sanierungszyklus, der die Thüringer Wohnungsunternehmen etwa 1 Mrd. Euro im Jahr kosten wird.  Die gute Nachricht: Seit 1994 hat Thüringens Wohnungswirtschaft den CO2-Ausstoß von 1,97 Mio. auf 0,58 Mio. Tonnen – also bereits um 70 % (!) reduziert. Der Haken: die stärkste Senkung der CO2-Emissionen erfolgte im Zeitraum von 1994 bis 2007. Seitdem konnte der CO2-Ausstoß nur noch um 4,5% pro Jahr gesenkt werden. Die größten Einsparungen resultierten aus Dämmungen an der Gebäudehülle und Verbesserung der Haustechnik. Bei der Dämmung ist der Grenznutzen erreicht, die Haustechnik kann nur noch schrittweise ausgetauscht werden. Zudem ist dies nur bei ¼ der vtw-Wohnungen möglich, da der Rest über Fernwärme versorgt  wird. Das heißt: Weitere Maßnahmen – ob Dämmung, neue Heizung oder CO2-Steuer erhöhen lediglich die Kosten – und damit die Miete. Vtw-Direktor Frank Emrich ergänzt: „Wir haben zum Thema eine repräsentative Umfrage durchführen lassen. 80 % der Thüringer Mieter lehnen eine Mieterhöhung wegen baulicher Maßnahmen zum Klimaschutz ab. Hier baut sich ein großes Konfliktpotenzial auf.“   Gleichzeitig stehen in Thüringen 30 Jahre nach der fast flächendeckenden Modernisierung erneut Instandhaltungen und Modernisierungen an. Der Investitionsbedarf liegt pro Haus bei ca. 1,5 Mio. Euro – in den nächsten zehn Jahren mindestens 1 Mrd. Euro pro Jahr allein für die Wohnungen der vtw-Mitglieder.  Zwar haben die Wohnungsunternehmen die Sanierungen eingeplant. Allerdings lassen drei Faktoren selbst konservative Kalkulationen nicht mehr aufgehen:  1. Gestiegene Baukosten. Für den Kalkulationszeitraum etwa 50-60 % über der normalen Preissteigerungsrate – ein Ende ist nicht abzusehen.  2. Gerade im ländlichen Raum konnten durch Bevölkerungsrückgang bei gleichzeitigen Niedrigstmieten keine ausreichenden Rückstellungen gebildet werden.  3. Viele Unternehmen belasten immer noch Altschulden aus dem Einigungsvertrag, die Kreditaufnahmen erschweren.

Erfolgt keine externe Gegenfinanzierung, schlagen die Sanierungskosten in vielen Fällen mit bis zu 5-prozentiger Mietsteigerung pro Jahr durch. Eine 70 qm-Wohnung würde ca. 0,28 Cent pro Quadratmeter im Monat mehr kosten, also 235 Euro im Jahr. Frank Emrich bilanziert: „Es ist absehbar, dass weitere Klimaschutzmaßnahmen auf die Wohnungswirtschaft zukommen. Genauso vorhersehbar ist die hohe Kostenbelastung aus dem zweiten Sanierungszyklus bei gleichzeitig niedrigen Mieteinnahmen, insbesondere im ländlichen Raum. Wir müssen zusammen mit der Landespolitik nach Lösungen suchen. Finden wir keinen gemeinsamen Weg, wird die Mietbelastung der Thüringer unweigerlich steigen.“
 
 

Übersicht der angemessenen Kosten der Unterkunft (KdU) für Thüringen erarbeitet

Der vtw hat im Rahmen einer internen Analyse die KdU-Werte für die Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen zusammengetragen, deren Ergebnisse wir Ihnen hiermit zur Verfügung stellen möchten.

Die Übersicht stellt die Nettokaltmieten (NKM), kalte Nebenkosten und Bruttokaltmieten in Euro/m² Wohnfläche und die Bruttokaltmiete (BKM) in Bezug auf die Wohnfläche laut Angemessenheitsgrenze, abgegrenzt nach Haushaltsgröße, dar. Die Richtlinien unterscheiden sich von Landkreis zu Landkreis, auch die Herangehensweise und Methodik der Datenermittlung ist verschieden. Sie spiegeln regionale Besonderheiten wider, teilweise bilden sie Cluster (Wohnungsmarkttyp, Mietkategorie), um unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten gerecht zu werden. Insofern sind sie nur bedingt miteinander vergleichbar.

Es kann festgestellt werden, dass etwa die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte Nettokaltmieten und kalte Nebenkosten auf Ebene Euro/m² Wohnfläche veröffentlicht und die andere Hälfte Bruttokaltmieten in Bezug auf die maximal zulässige Wohnfläche veröffentlicht. Für zweitgenannte Gebiete wurden Annahmen für die kalten Nebenkosten getroffen, um Nettokaltmieten auf Ebene Euro/m² Wohnfläche rechnerisch ermitteln und damit untereinander vergleichbar machen zu können.

Im Durchschnitt beträgt die NKM 4,83 Euro/m² und die BKM 6,01 Euro/m² Wohnfläche für einen Ein-Personen-Haushalt in Thüringen.

Ziel ist es, die Tabelle in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren. Redaktionsschluss der Recherche war Oktober 2019. Sollten Ihnen aktuellere KdU-Werte bekannt werden, würden wir uns freuen, wenn Sie diese Frau Uta Thiel mitteilen.

 

EDL-G- Novellierung am 26.11.2019 veröffentlicht und gesetzeswirksam

Mit dieser Novellierung sind folgende wesentliche Neuerungen in Kraft getreten:

  1. Energieauditpflichtige Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch über alle Energieträger hinweg von ≤ 500.000 kWh im Jahr müssen statt eines vollumfänglichen Energieaudits lediglich ausgewählte Basisdaten zu ihrem Energieverbrauch und ihren Energiekosten über eine Onlinemaske an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) melden.
    Diese Veränderung hat Auswirkungen auf eine Vielzahl von Wohnungsunternehmen, da diese meistens einen Energieverbrauch kleiner 500.000 kWh pro Jahr haben.
  1. Neu ist auch die Schaffung einer aktiven Meldepflicht über das Energieaudit gegenüber dem BAFA.
    Die Unternehmen, die unter die sog. „Bagatellgrenze“ von 500.000 kWh/Jahr Gesamtenergieverbrauch fallen, müssen nur die Verbrauchsmengen und
    Energiekosten in einer Onlinemaske eigenständig an das BAFA melden: https://fms.bafa.de/BafaFrame/orea

    Vorher empfiehlt es sich die zusätzlich zur Verfügung gestellte Dokumente, bspw. das Merkblatt zur Ermittlung des Gesamtenergieverbrauches und die
    Ausfüllhilfe, zu sichten.
  1. Energieauditoren müssen künftig generell bei der BAFA (im Energieauditoren-Verzeichnis) gelistet sein und Ihre Ausbildung nachweisen sowie regelmäßig auffrischen.

Generell gilt, dass Unternehmen, die unter die Pflicht eines vollumfänglichen Energieaudits  fallen, mindestens aller vier Jahre, gerechnet vom Zeitpunkt der Beendigung des Erstaudits, ein weiteres Energieaudit nach Maßgabe des EDL-G durchzuführen haben.

Die TEAG steht für weitere Fragen insbesondere bei der Unterstützung der verpflichtenden Onlineerklärung der Unternehmen für die BAFA gern zur Verfügung.

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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

TEAG Thüringer Energie AG
Frau Romana Thürbeck
Tel.: 0361/6522873
Handy: 0151/16141959
E-Mail: romana.thuerbeck@teag.de

Online-Umfrage des vtw zum Thema “Einsatz von ERP-Systemen bei den vtw-Mitgliedsunternehmen” gestartet

Der vtw hat die Mitgliedsunternehmen am 28.11.2019 zur „Online-Umfrage des vtw zu ERP-Systemen“ eingeladen. Die Einladung erfolgte per E-Mail (Absender umfrage@vtw.de) und enthält einen Link zur Umfrage-Website. Wir bitten alle Unternehmen sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen und an der Umfrage teilzunehmen. Auch die Aussage, dass kein ERP-System im Einsatz ist, ist wertvoll für die Auswertung und ermöglicht einen Gesamtüberblick über das Verbandsgebiet. Durch eine hohe Teilnahme werden repräsentative Ergebnisse ermöglicht.

Der vtw möchte mit der Umfrage erfahren, welche ERP-Systeme die Unternehmen im Einsatz haben und wie zufrieden sie mit dem ERP-System und dem ERP-Anbieter sind. Durch welche Maßnahmen soll der vtw stärker die Interessen der Mitgliedsunternehmen vertreten? An welchen Stellen können wir den Unternehmen helfen und unterstützen? Welche Erwartungen werden an den Verband geäußert? Möchten Sie in den aktiven Austausch mit anderen Anwendern des gleichen ERP-Systems treten? Wenn ja, können Sie uns das in dieser Online-Umfrage mitteilen.

Der Teilnahmezeitraum wurde auf den 14.02.2020 verlängert. Im Anschluss beginnt die Auswertungsphase, deren Ergebnisse wir dann in den bekannten Verbandspublikationen veröffentlichen und ggf. auch in Verbandsveranstaltungen präsentieren werden. Der Fachausschuss “mediadigITal” des vtw begleitet die Umfrage und wird die Ergebnisse bewerten. Alle Analysen werden stets in anonymisierter Form dargestellt!

Fragen zur Umfrage beantwortet Ihnen gern Frau Uta Thiel.