GdW-Präsident zu Besuch beim vtw: Axel Gedaschko diskutiert in Thüringen Wege zur Förderung des ländlichen Raumes

Sommertour durch Gera, Hermsdorf und Jena +++ Stadt und Land zusammen denken +++ Mehr und bezahlbarer Neubau statt Mietendeckel oder Enteignung

Erfurt/Jena. Zwei Tage, drei Stationen, viele Gespräche: Im Rahmen seiner Sommertour hat sich Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, einen persönlichen Eindruck von den wohnungswirtschaftlichen Herausforderungen in Thüringen verschafft. Begleitet von vtw-Direktor Frank Emrich, besuchte der GdW-Präsident verschiedene Immobiliengesellschaften und ihre Projekte in Gera, Hermsdorf und Jena.
Grobes Fazit: „Die Wohnungsunternehmen bieten ein beeindruckendes Leistungsspektrum, das weit über das Vermieten von Wohnraum hinausgeht. Ob attraktiven Neubau, Wohnangebote für Familien und ältere Menschen oder Pflegeeinrichtungen – die Wohnungswirtschaft in Thüringen bietet die passenden Angebote für alle Lebenslagen sowohl auf dem Land als auch in der Stadt“, so Axel Gedaschko.
Drei zentrale Themen standen im Zentrum der inzwischen traditionellen Reise: die Entwicklung ländlicher Räume abseits der boomenden Ballungszentren, das soziale Engagement von Wohnungsunternehmen sowie die aufgeheizten Diskussionen um nicht existente Probleme wie etwa den Mietendeckel. Dazu machte Axel Gedaschko deutlich: „Es hilft nichts, den Menschen Sand in die Augen zu streuen und sie in dem Glauben zu lassen, die ideologischen Diskussionen um neue Zwangseigentümerstrukturen würden wirklich etwas ändern. Genauso wenig kann ein Mietendeckel zugleich klimapolitischen Zielen, den Mietern und der Investitionsbereitschaft sozial verantwortlicher Vermieter gerecht werden. Das alles ist schlecht gemachtes Stückwerk”, so Gedaschko. ”Kurzfristig ist es von zentraler Bedeutung, in den engen Märkten eine Überbrückung zu gewährleisten, bis in den einzelnen Regionen wieder ausreichend Wohnungen zur Verfügung stehen. Dazu brauchen wir ein Maßnahmenpaket, das weit über den engeren Wohnungsbausektor hinausgeht. Stadt- und Umlandbeziehungen sollten attraktiver gestaltet werden. Dazu gehört es, Anbindungen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu verbessern, neue Mobilitätsangebote auch jenseits von Metropolen zu stärken, Infrastrukturangebote in Ankerstädten zu sichern und gegebenenfalls auch Standorte von Einrichtungen der öffentlichen Hand zu verlagern.”
Verbandsdirektor Frank Emrich unterstrich die Entlastungsfunktion, die kleinere und mittlere Kommunen gegenüber den unter hohem Nachfragedruck stehenden Wohnungsmärkten der Groß- und Universitätsstädte in Thüringen und darüber hinaus besitzen. „Voraussetzungen für erfolgreiche Kooperationen sind die gute Zusammenarbeit und der konstruktive Wille aller Protagonisten. Mit einem klaren Ziel, offener Kommunikation und langfristigem Einsatz lassen sich die Wohnraum-Herausforderungen in Thüringen so meistern, dass die Städte und der ländliche Raum davon profitieren.“, betonte der vtw-Chef.
Die Tour durch Thüringen war durch große Nähe zu den lokal und regional tätigen Wohnungsunternehmen gekennzeichnet. Zunächst informierte sich Axel Gedaschko bei Oberbürgermeister Julian Vornab in Gera über die geplante Übernahme der GWB „Elstertal“ durch die Stadt. Uwe Klinger, der Vorstandsvorsitzende der WBG „Glück Auf“, zeigte ihm ausgewählte Bestände seiner Genossenschaft. In Hermsdorf präsentierten die Vorstände der WGH Hermsdorf, Monika Richter und Steffen Preiß, ein aktuelles Wohnungsbauprojekt. Das vtw-Unternehmen hat aus einem ehemaligen Jugendwohnheim barrierefreien Wohnraum für Senioren und Familien geschaffen. Durch eine Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund wird auch eine betreute Wohngemeinschaft angeboten – ein Novum im ländlichen Raum. In Jena besuchte Axel Gedaschko das neue stationäre Hospiz in Lobeda-Ost, das jenawohnen gemeinsam mit der Hospiz- und Palliativ-Stiftung Jena errichtet hat. Der Neubau, so jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum, gibt Raum für die Begleitung und Fürsorge von Menschen, die am Ende ihres Lebens stehen.
An allen vier Stationen würdigte der GdW-Präsident das soziale Engagement der vtw-Unternehmen: „Die Wohnungsunternehmen sind die Kümmerer vor Ort. Sowohl in den wachsenden Städten als auch dort, wo soziale Infrastruktur aufgrund einer abnehmenden Bevölkerungszahl schwindet, bietet die Wohnungswirtschaft ihren Mieterinnen und Mietern qualitätsvolles Wohnen in einem attraktiven und zukunftssicheren Wohnumfeld.“

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rund sechs Millionen Wohnungen, in denen über 13 Millionen Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Im Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. (vtw) haben sich 213 Mitgliedsunternehmen, darunter 175 Wohnungsunternehmen, zusammengeschlossen. Nahezu jeder zweite Mieter in Thüringen wohnt bei einem Mitgliedsunternehmen des vtw. Seit 1990 investierten vtw-Mitglieder fast 13 Milliarden Euro überwiegend in den Wohnungsbestand. Gemeinsam bewirtschaften sie 265.200 Wohnungen und sicherten  im Jahr 2018 mehr als 3.300 Arbeitsplätze.

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